Eine einfache Straßenlampe

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Selbst die einfachste Straßenleuchte bringt ungeahnte Stimmungen auf die Modellbahn.

Diese, eigentlich schon seit langer Zeit bekannte Tatsache, bestätigte sich, als wir im Ramen eines Jugendprojektes kleine Geländestücke mit Häusern samt einfacher Innenbeleuchtung und selbst gebauten Straßenlampen zu einem Neubaugebiet entwickelten.

Als Modellbahnverein, mit knappen finanziellen Mitteln, sind wir gezwungen aus der Not eine durchaus erfindungsreiche Tugend zu machen.

Was wir uns nicht leisten können oder wollen, bauen wir einfach selbst!

Alles, was für den Bau der einfachen, aber dennoch ansehnlichen Leuchtkörper, benötigt wird ist einfach zu beschaffen.

Einfach kaschierte Platinen sind zum Beispiel hier zu finden Reichelt Shop

Des Weiteren brauchen wir noch Aderendhülsen im Kabelquerschnitt von 2,5 mm². Diese dienen als Fußanschlag. Der Lampenmast besteht aus einfachem Messingrohr mit einem Durchmesser von 2 mm. Der aktuelle Baumarktpreis für 1000 mm liegt bei unter 2,-€. Zur Fixierung und als Anschlussklemme werden noch Lüsterklemmen benötigt.

Als farblich optimale LED bevorzugen wir diese des Lieferanten LED-Baron vom Typ Sunnywhite. Zur Strombegrenzung wird ein Vorwiderstand mit 4,7 KOhm vorgeschaltet. Dieser Wert hat sich bei unserer Versorgungsspannung von 12 V in den unterschiedlichsten Beleuchtungssituationen als durchaus ausgewogen erwießen. Die LED und den Vorwiderstand verbauen wir in der Größe 0603. Im Maßstab H0 können durchaus auch größere Bauformen wir 1206 verwendet werden.

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Der Mast wird auf ca. 90 mm gekürzt. Bevor die Aderendhülse aufgeschoben und verlötet wird, empfiehlt es sich das Messingrohr sauber an den Innen- und Außenkanten zu entgraten. Anschließend die Messingoberfläche mit Stahlwolle entfetten und polieren. Nun kann die Aderendhülse aufgelötet und verschliffen werden.

 

Als Lampenkopf dient eine einseitig kaschierte Platine mit den Abmessungen von 13 x 6 mm. An einer Kannte wird ein Loch von 2 mm ∅ im Abstand von 2mm gebohrt. Es dient zur Aufnahme des Mastes.

Auf der gegenüberliegenden Seite wird ein Loch mit 0,8 mm ∅ im Abstand von 1 mm gebohrt. Es dient als Kabeldurchführung für den Kathodenanschluss der LED.

Von der hinteren Kante werden im Abstand von fünf und neun mm mit einem Cuttermesser Unterbrechungen in die Kupferkaschierung geritzt. Diese sollten zur Betriebssicherheit mit einem Durchgangsprüfer auf ihre Durchgängigkeit geprüft werden.

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Nach den mechanischen Vorbereitungen kann die kleine Platine bestückt werden. Zuerst das Kabel, je dünner desto einfacher ist es später zu kaschieren, (max. Querschnitt 0,14mm²) durch die kleinere der beiden Bohrungen schieben und anlöten. Danach geht es an die LED. Sie wird so eingelötet, dass die Kathode, also die mit dem Strich markierte Seite, in Richtung des gerade eingelöteten Drahtes zeigt. Danach wird der Widerstand eingelötet.

Der Lampenschirm sollte nun so, wie auf dem Foto aussehen. Zum Testen kann eine 9V Batterie benutzt werden. Der + Pol kommt an die große Bohrung und der – Pol an das Kabel.

Nach erfolgreichem Test wird der Mast mit dem Lampenschirm verlötet und das Kabel durch das Messingrohr geschoben.

Nach der farblichen Gestaltung kann die Leuchte eingebaut werden. Einfach ein Loch mit 2,0 mm ∅ in die Platte bohren, den Lampenfuß durchstecken und den Pluspol mittels einer Lüsterklemme am unteren Ende des Messingrohres anschließen. Der Minuspol wird an das Kabel, welches durch das Messingrohr geschoben wurde, angeschlossen.

Wer die Lampen im Wechselstrombetrieb einsetzen möchte muss noch eine Gleichrichterdiode oder noch besser einen Brückengleichrichter vorschalten.

© Eisenbahnfreunde99 Text&Video Karlheinz Oestreicher