Fahrzeugbeleuchtung

files/bilder/aktuelles/2018/Blaulicht.jpgModellfahrzeuge in Spur H0 und N mit Abblend-, Fern-, Rück- und Bremslichtern haben ihren Reiz. Dieser lässt sich noch steigern, indem wir noch zusätzlich die Blinker oder gar Rundumleuchten mit pulsierendem Leben füllen.

Bei einem samstäglichen Workshop weckte Karlheinz Oestreicher das Interesse der Mitglieder zum Finish der Modelle.

Bauelemente

Zum Umbau werden LEDs und Widerstände der kleinen Bauform 0603 oder die noch etwas kleinere Bauform 0401 verwendet. Vor allem die LEDs werden mit Sekundenklebergel befestigt.

Bezugsquellen:

Leider hat der Lieferant LED-Baron seinen derezeitigen Artikelumfang reduziert. Benötigt werden bedrahtede LEDs in den Farben warmweiß (optimal sunnywhite), rot, orange bzw. gelb für Blinker und blau für div. Rundumleuchten der Polizei und Rettungskräfte. Interessante Angebote sind auf aliexpress.com zu finden.

Schaltung

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Der Schaltungsaufwand hält sich in Grenzen. Wenn die zwei folgenden Grundsätze eingehalten werden, sollte sich schnell ein leuchtender Erfolg einstellen:

1. LED nie ohne Vorwiderstand betreiben. Ich nehme zu Testzwecken bis Spannungen von 12 Volt 1K.

2. Werden LEDs parallel geschaltet, so sind immer gleichfarbige über einen gemeinsamen Vorwiderstand zu versorgen.

Dem zweiten Grundsatz folgen wir bei den beiden weißen bzw. roten LEDs. Würde man sie zusammenschalten würden wegen der unterschiedlichen Diffusionsspannung nur die roten LEDs leuchten.

 

Die im Schaltbild vorgebenen Widerstandswerte sind vom Wert eher zu klein dimensioniert und dienen eher der Funktionssicherheit. Ich baue sie als SMD-Widerstände im Fahrzeug ein und schalte dann im Anschluss weitere Widerstände in Reihe, bis die Helligkeit passt. Hierbei spielt vor allem die anliegende Versorgungspannung eine griße Rolle.

Bei 5V sollten Werte bis ca 4,7K eine vernünftige Helligkeit bieten. Bei 12V können die Werte durchaus 10K annehmen.

Da die Anoden der LEDs, das sind die längeren der beiden Anschlussdrähte, gemeinsam am Pluspol der Spannungsquelle anliegen werden die Kathoden über die Vorwiderstände gegen den Minuspol eingeschaltet.

Die Diode D13 kann bei Gleispannungsbetrieb enfallen.

 

Bei den Umbauten in Spur H0 und N benutze ich zumeist bedrahtete SMD der Größen 0401 (1.0 x 0.5mm) und 0603 (1.5 x 0.8mm). Sie lassen sich mit Sekundenklebergel recht gut einkleben. Dazu lasse ich einen Tropfen Kleber auf eine Unterlage tropfen und nehme dann die benötigte Menge von dort mit einen dünnen Draht auf. Hiermit lässt sich die Klebemenge fein und punktgenau dosieren.

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Es gibt zwei Möglichkeiten wie die LED eingeklebt werden können. Entweder von hinten, so dass das Licht durch eine vorhandene Öffnung fällt oder die LED wird von außen aufgklebt. Die erste Option bietet meist eine bessere Optik, wobei bei eingeschaltetem Licht der Unterschied zur zweiten Möglichkeit kaum noch sichtbar ist.

Wichtig ist bei diesem Arbeitsschritt der Faktor Zeit. Und der nimmt viel Raum ein. Denn obwohl sich das Zeug Sekundenkleber nenn, sollte man ihm schon 15 bis 30 Minuten Zeit zum Trocknen lassen. 

 

Sobald eine LED eingeklebt ist fixiere ich deren Rückseite samt Drähte mit etwas Kreppband. Danach kann die Verdrahtung durchgeführt werden. Nun sollten die LEDs erstmals getestet werden. ACHTUNG!! Vorwiderstand nicht vergessen !!

files/bilder/aktivi/workshops/kfzbeleuchtung/Kfz_Beleuchtung_schaltung.jpg Wenn alles funktioniert ist der richtige Zeitpunkt gekommen die Spuren der Kleberei und Bohrarbeiten zu verwischen. Man nehme etwas schwarze Fahbe und bemale die mit Kreppband überklebten Stellen.
Dieser Arbeitsschritt muss eventuell mehrfach durchgeführt werden, solange bis kein Licht mehr ins Innere durchscheint.

Nun sind nur noch die Widerstande anzulöten und ebenfalls mit Sekundkleber in zuvor beschriebener Weise ein zu kleben.

Wichtig erst löten denn kleben!
Danach erfolgt der Zusammenbau und der Genuss am Erfolg.